QR-Code-Speisekarte erstellen: die komplette Anleitung
Eine QR-Code-Speisekarte bringt deine Karte ohne Aufwand aufs Handy des Gastes, jederzeit aktuell und ohne Nachdruck. Sie spart Druckkosten, erleichtert Änderungen und hilft dir, Allergene und Preise sauber und rechtssicher anzugeben. In dieser Anleitung erfährst du Schritt für Schritt, wie du eine digitale Karte erstellst, worauf du rechtlich achten musst und wie du kostenlos startest.
Was eine QR-Code-Speisekarte ist und wann sie sich lohnt
Eine QR-Code-Speisekarte ist deine digitale Karte, die der Gast durch Scannen eines Codes am Tisch oder am Eingang im Browser öffnet, ganz ohne App. Sie lohnt sich besonders, wenn du häufig Preise oder Gerichte änderst, mit Tagesangeboten arbeitest oder Druckkosten sparen willst. Auch saisonale Karten und mehrsprachige Versionen lassen sich digital ohne Mehrkosten abbilden. Wichtig: Biete im Zweifel weiterhin eine gedruckte Karte an, denn nicht jeder Gast möchte oder kann scannen.
Schritt für Schritt zur digitalen Karte
Zuerst sammelst du deine Gerichte mit Preisen, Beschreibungen und Allergenen, idealerweise gleich strukturiert nach Kategorien. Dann legst du die Karte in einem Tool an, das daraus eine mobil optimierte Seite mit fester Webadresse erzeugt. Manche Lösungen erkennen aus einem Foto deiner bestehenden Karte automatisch Gerichte, Preise und Allergene, was viel Tipparbeit spart, du solltest die Daten aber gegenprüfen. Zum Schluss generierst du den QR-Code, der auf diese Seite verweist, und testest ihn mit mehreren Handys.
Allergene und Preise rechtssicher angeben
In Deutschland und der EU musst du die 14 kennzeichnungspflichtigen Hauptallergene ausweisen, auch bei loser Ware im Lokal, etwa über die Karte oder einen klaren Hinweis. Preise müssen eindeutig und inklusive Mehrwertsteuer angegeben sein, das gilt digital genauso wie auf Papier. Der große Vorteil der digitalen Karte: Du kannst Allergene direkt am Gericht hinterlegen und bei jeder Rezeptänderung sofort aktualisieren, ohne neue Karten zu drucken. Die inhaltliche Verantwortung für korrekte Angaben bleibt immer bei dir als Betrieb, prüfe sie deshalb vor Veröffentlichung sorgfältig.
QR-Code richtig platzieren und gestalten
Der beste Code nützt nichts, wenn ihn niemand findet oder er nicht scannt. Platziere ihn gut sichtbar auf Tischaufstellern, der Tischdecke, am Eingang und auf der Rechnung, mit einem kurzen Hinweis wie „Karte scannen“. Achte auf ausreichende Größe und Kontrast und drucke ihn nicht zu klein oder auf glänzendem, spiegelndem Material. Teste den Code unter realen Bedingungen, also bei der Beleuchtung und aus dem Abstand, den der Gast tatsächlich hat.
Häufige Fehler vermeiden
Der häufigste Fehler ist ein Code, der auf eine PDF statt auf eine mobil optimierte Seite führt, denn PDFs lassen sich auf dem Handy schlecht lesen und zoomen. Ebenso ärgerlich sind tote Links, wenn die Karte umzieht, achte deshalb auf eine feste, dauerhafte Webadresse. Vergiss nicht, die Karte tatsächlich aktuell zu halten, eine veraltete digitale Karte wirkt schlechter als eine ehrliche gedruckte. Und denke an Gäste ohne Smartphone, für die eine Papierversion bereitliegen sollte.
Kostenlos starten und später ausbauen
Du musst für den Einstieg kein großes Budget einplanen, viele Funktionen lassen sich kostenlos oder günstig testen. Beginne mit einer sauberen digitalen Karte samt QR-Code und baue dann schrittweise aus, etwa um Tagesangebote, Bilder oder mehrere Sprachen. Wenn die Karte ohnehin digital vorliegt, lässt sie sich später leicht mit deiner Website oder Reservierung verknüpfen. So wächst dein digitaler Auftritt mit, ohne dass du alles auf einmal umstellen musst.
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